Mittwoch, 27. Juli 2011

Wir sind dann mal weg


Unser Urlaub ist schneller gekommen als gedacht. Gestern war er noch in weiter Ferne und heute sitzen wir schon im Flieger Richtung Irland. Die Wetterprognosen der letzten Tage lassen wenig Hoffnung auf einen trockenen sonnigen Urlaub, aber wir wollten es ja nicht anders.

Lediglich die Idee mit dem Fahrrad zu fahren hätte ich dann doch lieber nicht gehabt...
Zu spät. Im Flugzeugbauch warten unsere Fahrradtaschen schon ungeduldig auf ihren Einsatz. Und die Regenklamotten liegen ganz oben auf :-)

Wenn es mir gelingt mein Handy entsprechend zu bedienen (und ich am Abend nicht todmüde direkt vom Sattel ins Bett falle) poste ich von unterwegs. Viele tolle Gärten stehen auf unserem Programm. Wenn nicht gibt es an dieser Stelle auf jeden Fall in 14 Tagen herrliche Bilder von der grünen Insel und ihren Gärten zu sehen.

ein bisschen Musik mit Lokalkolorit:


Und da sind wir, drei Tage lang und hoffentlich nicht bei strömendem Regen:
http://www.castlepalooza.com/

Sonntag, 24. Juli 2011

Willi Wucher


Endlich ist es uns gelungen Willi den Gartenrotschwanz (?) anständig zu knipsen. Der Vogel ist völlig unerschrocken. Sobald im Garten gegraben wird ist er zur Stelle. Spaten, Menschen, Hacken - interessiert ihn alles nicht. Die frisch umgegrabene Erde fest im Visier, sitzt er, seelenruhig Zentimeter von der niederstoßenden Hacke entfernt, in freudiger Erwartung auf eine üppige Mahlzeit.





das Lied zum Vogel:

Freitag, 22. Juli 2011

Kümmerliche Kohlrabi


Unser Kappesfeld ist bislang ein einziger Reinfall. Zuerst haben sich die Tauben auf die zarten Blättchen gestürzt bis kaum was übrig war. Dann kamen die Schnecken. Und letztens habe ich riesige Ameisengelege unter den Begrenzungsplatten entdeckt.

Der Blumenkohl ist bereits eingegangen. Der Brokkoli kümmert vor sich hin. Und die Kohlrabi haben so scheints das Wachstum eingestellt. Seit Wochen verharren sie in Tennisballgröße und das obwohl das Sortenschild riesige melonengleiche Kugeln versprach. Gestern wollte ich nicht mehr länger warten und habe zwei Mini-Kohlrabi geerntet. Geschmack und Konsistenz ließen keine Wünsche offen. Satt waren wir danach leider nicht...


Mittwoch, 20. Juli 2011

Lemon Tree?


Frisch geerntete Zitronen wären sicher nett, aber dafür ist es selbst im laschen Kölner Winter zu kalt. Aber für Oliven reichts. Zumindest wenn einige Schutzmaßnahmen beachtet werden. Das jedenfalls sagt Stefan Marzak von Olive E Più, der seit 2005 in Köln den größten Olivenhain nördlich der Alpen betreibt und von den Italienern als Olivenheld gefeiert wird.

Für einen Hain reicht unser Platz nicht aus. Aber ein kleines Bäumchen kriegen wir unter. Mal abgesehen davon hätte für einen anständigen Baum unser Budget eh nicht gereicht. Unser Traumbaum, ein knorriger alter Oliven-Opa, lag im 4-stelligen Bereich...

Bei Ausheben des Pflanzlochs fühle ich mich jedenfalls schon sehr im Süden. Die Erde ist knochentrocken und entsprechend hart. Statt des Spatens würde ich mit einer Spitzhacke wohl schneller ans Ziel kommen. Irgendwann ist das Loch schließlich tief genug. Baum rein, festtreten, Wasser marsch und hoffen. Dass der nächste Winter ein milder wird. Dass das maßgeschneiderte Wintermäntelchen ausreichend wärmt. Dass der Baum im nächsten Jahr voller Oliven hängt.




muss natürlich sein:

Dienstag, 19. Juli 2011

Einem geschenkten Gaul...

geheimnisvolle Schönheit

An unserem ersten Tag als stolze Kleingartenbesitzer haben uns die Nachbarn freundlich begrüßt und direkt mit Geschenken überschüttet. Höflich wie wir sind haben wir alles schön eingepflanzt und fleissig gegossen. Eine Zucchini, wenn auch eine Sizilianische, und die uns unbekannte Patisson sollten es sein.

Aber während das, dessen Blätter nach Zucchini aussahen, kleine gelbe Ufos hervorbrachte, übernahm die sizilianische Zucchini den gesamten Vorgarten mit ihren langen nicht zu bändigenden Schlingen. Als sie begann sich um Gurken, Salat und Möhren zu schlingen wurde mir unwohl: machen Namen vielleicht wirklich Leute? Eiferte die Pflanze dem fleischfressende Original vom kleinen Horrorladen nach?

Google hilf! Tatsächlich fand ich nach kurzer Suche Bilder der sizilianischen Zucchini. Die mindestens 1 Meter langen, fingerdicken Früchte haben wenig Ähnlichkeit mit den uns bekannten Sorten und werden an Rankgerüsten gezogen. Ein solches haben wir dann auch schnell gebaut und die Ranken daran befestigt.

Jetzt ist wieder Platz im Beet für die anderen Bewohner und wir sind sehr gespannt auf die Ernte. Die ersten gelben Ufos haben wir bereits verspeist und beschlossen die leckeren Patissons fest ins Gartenprogramm aufzunehmen.
sizilianische Baby-Zucchini

leckere Patisson

Montag, 18. Juli 2011

Look into the sun


In der Hängematte, auf dem Rasen oder am Strand liegen, in die Sonne blinzeln und dabei "old fashioned music" hören. 







Mittwoch, 13. Juli 2011

Es lebe die Gartenarbeit


Nach knapp 6 Wochen Gartenarbeit zeigt der Trend auf der Waage endlich wieder in die richtige Richtung. Und das trotz Steak und herrlich kühlem Weißwein!

In den letzen beiden Jahren hatte ich mich immer mehr mit einer Zukunft als glücklicher Moppel angefreundet. Nach Aufgabe meines Ladens und der Rückkehr zum bewegungsarmen Autorenleben, sind Monat für Monat konstant ein paar Gramm dazu gekommen. Meine Schwägerin meint dazu nur: "Mit 40 entscheidet es sich, Kuh oder Ziege!" Ich tendiere scheinbar zum Typ Kuh.

Aber erstens sind mir Kühe ganz sympathisch (wie sie einen aus riesengroßen Augen stoisch kauend freundlich anstarren) und zweitens sind selbst gezogener Salat, Kohlrabi und Co. wirksamer als sämtliche Diätwundermittelchen. Ihre Verteidigung gegen fiese Nacktschnecken und gefräßige Tauben, stundenlanges Unkraut jäten und viele, viele Gießkannen voller Wasser sorgen bei mir für die zuverlässige Ausschüttung von Glückshormonen und einen ausgeglichenen Kalorienhaushalt.

Die schlanke Kuh hört "The Who" (I am a farmer)

Sonntag, 10. Juli 2011

Der eine hat den Dill, der andere die Gurken


Wir haben vorgesorgt und beides angepflanzt. Während der Dill nur ganz vorsichtig unter den Gurkenranken hervor blitzt entwickeln sich die Gurken selbst ganz prächtig. Die erste unter ihnen ist nicht mehr lange vor meinen Erntegelüsten sicher...

Der Standort an der Außenseite des Tomatenhäuschen scheint optimal gewählt. Eigentlich soll man die beiden ja nicht nebeneinander pflanzen. Aber die Folienwand scheint genügend Abstand zu bringen. Die Tomatenpflanze an der Wandinnenseite gedeiht ebenfalls prächtig.




Samstag, 9. Juli 2011

Stachelbeerbaiser



Unsere Stachelbeeren sind nur mit einer ordentlichen Portion Zucker zu genießen. Eingebettet in fluffig-süße Baisermasse, umhüllt von knusprig-süßem Mürbeteig, sind sie allerdings ein Gedicht.

Zutaten:
(für den Mürbeteig)
250 g Weizenmehl (Typ 1050)
65 g Zucker
1 Pr. Salz
2 Eigelb
125 g weiche Butter

(für den Baiser)
500 g Stachelbeeren
5 Eiweiß
175 g Zucker
60 g Speisestärke
  1. Backofen auf 200° C vorheizen. Für den Mürbeteig alle Zutaten rasch zu einem krümeligen Teig verkneten. 2/3 davon auf dem Boden einer gefetteten Springform (26 cm) verteilen. Aus dem Rest einen ca. 4 cm hohen Rand formen. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. In ca. 12 Minuten goldbraun vorbacken. Backofentemperatur auf 180° C reduzieren.
  2. Stachelbeeren waschen und Stiel- und Blütenansatz entfernen. 
  3. Eiweiß so steif schlagen, dass ein Messerschnitt sichtbar bleibt. Zucker und Speisestärke nach und nach unterschlagen. Stachelbeeren vorsichtig unterheben. 
  4. Stachelbeerbaisermasse auf dem heißen Tortenboden kuppelförmig verteilen (wichtig für die spätere Optik, weil die Mitte beim abkühlen zusammenfällt). Weitere 60 Minuten goldbraun backen.
  5. Mindestens 1-2 Stunden in der Form erkalten lassen, erst dann vorsichtig aus der Form lösen.
Tipp: 
Aus den restlichen Eigelben mache ich abends (zusammen mit ein paar vollständigen Eiern) Rührei.

Freitag, 8. Juli 2011

Pflaume trifft Stachelbeere


In unserem Garten steht ein Pflaumenbaum mit richtig dicken Pflaumen drauf. Die ersten Früchte sind schon reif. Eine Handvoll. Nicht genug für einen leckeren Pflaumenkuchen. Zu viele zum Naschen.

Ich persönlich mag Pflaumenmarmelade (Latwer wie man in meiner pfälzischen Heimat sagt) sehr gerne. Das Restpatchwork findet sie, freundlich ausgedrückt, indiskutabel. Optisch ist die zähe braune Masse sicher kein Schmankerl. Aber auf kräftigem Bauernbrot so lecker.

Naja, 1 gegen 5 da habe ich keine echte Chance. Marmelade muss rot sein, schallt es mir entgegen. Von der Stachelbeerernte ist nach dem Kuchenbacken noch ein Rest übrig. (Das Rezept für den Stachelbeerbaiser reiche ich bei Gelegenheit nach.) Rote Stachelbeeren mit dicken Pflaumen - das Marmeladenergebnis ist zumindest rosa. Ich bin gespannt ob es vor den strengen Augen der Brut besteht.


Zutaten:
300 g rote Stachelbeeren
200 g Pflaumen
250 g Gelierzucker (2:1)
3 Gläser à 150 ml mit Schraubverschluss

  1. Stachelbeeren waschen, Blüten- und Stielansatz entfernen. Pflaumen waschen und entkernen (ich habe auch die Schale abgezogen). Das Obst sollte nach dem putzen gewogen werden.
  2. Gläser und Deckel mit kochendem Wasser übergießen. Abtrocknen und auf ein feuchtes Geschirrtuch stellen.
  3. Obst in einen großen Topf geben. Mit dem Pürierstab fein pürieren. Gelierzucker unterrühren.
  4. Fruchtpüree unter Rühren erhitzen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vorsichtig in die Gläser füllen. Gläser fest verschlossen für 5 Minuten auf den Deckel stellen.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Carlas Beet

ein Traum in orange

Unser jüngster Spross wechselt in den Teeniestand (vier Teenies im Familienpatchwork - da wird das Survivalcamp zur Wellnessoase ;-)). Die jüngste jedenfalls wünscht sich ein oranges Beet im Garten. Das gelbe, das das Ende des Gartens zum leuchten bringt (naja, bringen soll), lässt sie nicht gelten.

Gelb ist nicht orange. Stimmt schon. Mir persönlich ist jeder Vorwand recht um den Gartenmarkt zu besuchen. Die Auswahl oranger Blumen war riesig. Aus einem Bündel Weidenzweigen haben wir rasch ein kleines (ziemlich rustikales) Rundbeet geflochten, mit Erde aufgefüllt und in einen orangen Traum verwandelt. So mitten im Rasen sieht es etwas aufgesetzt aus, aber der Rasen soll ja noch weg und das Kind ist glücklich.






Montag, 4. Juli 2011

Hallö


Was wäre ein Garten ohne Hängematte?
Wenn ihr mich fragt - nichts.

Nirgends sonst kann ich so gut entspannen, die Zeit vergessen und Gartenträume träumen. Unsere neueste Anschaffung präsentiert sich daher im schicken Streifenlook und hört auf den schönen Namen Hallö. Beim Aufhängen entfuhr mir leider wiederholt ein "aber hallö". Die Bildchen zur Hakenverwendung blieben unverständlich. Irgendwas muss der Zeichner dabei vergessen haben. Wir haben uns dann schließlich mit einem einfachen Knoten beholfen.

Bis zum entspannten Schaukeln unterm Blätterdach mussten wir diesen gefühlte 50 mal öffnen und neu knoten. Am Ende hing die Hängematte so hoch, dass Personen meiner Körpergröße nur mittels Leiter den Einstieg schaffen. Dafür bleibt jetzt auch bei zwei Schauklern ausreichend Bodenfreiheit zum Schaukeln...

I want to rock in the hammock with you...