Freitag, 23. September 2011

Rumble in the Jungle



In meinem Nachwuchdschungel wachsen schwarze Stockrosen, Lavendelstecklinge und zarte Ritterspornsetzlinge einträchtig der Sonne und dem nächsten Sommer entgegen. Ein kleines Paradies. Bisher zumindest. Letzte Woche waren einige der winzigen Stockrosenblätter über Nacht verschwunden. Ein paar Tage später fehlte die Hälfte des Rittersporns. Trotz gründlichem Suchen ist es mir nicht gelungen den Übeltäter zu finden. Obwohl er meiner Vermutung nach nicht zu den schnellsten gehört...(und der Standort der Pflänzchen, hoch oben auf der Freiluftspüle, vermeintlich sicher war).

Richtig empört war ich aber erst, als zwei Töpfe umgeworfen, verbeult und mit weit verstreutem Inhalt da lagen. Wer war das? Wütend vor mich hin grummelnd und böse Blicke werfend musste ich nicht allzu lange suchen:

"I'm bad. Last week I've murdered a rock, injured a stone and hospitalized a brick." 

Muhammad Alis Worten, vor seinem legendären "Rumble in the jungle" Kampf 1974 in Kinshasa, füge ich ein gepresstes "and finally smashed an apple" hinzu. Der Bösewicht kann von oben. Ein fallsüchtiger Apfel. Paradiesfrucht versus Paradies! Und wie das ausgeht ist allen bestens bekannt...


Naja, immerhin zwei Rittersporne haben die Angriffe durch Flora und Fauna überlebt und sitzen jetzt im sicheren Beet. Die Stockrosen habe ich noch einmal ausgesäht. Und in der Hängematte schaukelnd hat der gute alte Jethro mir die letzten Runzeln von der Stirn gesungen.


Bungle in the jungle



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